Neubau Doppel-EFH, Arlesheim

NEUBAU DOPPEL-EFH, ARLESHEIM

In der Basler Vorortsgemeinde Arlesheim befindet sich das Eigenheim der Innenarchitekten Benedikt Wyss und Bruno Rohrbach und ihrer Familien. Dank der engen Zusammenarbeit mit den kommunalen und kantonalen Behörden war es trotz des geschützten Ortsbildes möglich, das Doppeleinfamilienhaus mit einem "ortsunüblichen" Tonnendach zu realisieren. Das Haus bildet nun einen markanten Akzent in einer von "klassischen" Satteldächern geprägten Einfamilienhaus-Siedlung.









Fotografien: Reinhard Zimmermann, Zürich / Dieter Leistner, Mainz
Bilder Details
Objekt:Doppeleinfamilienhaus
Bauherr:Rohrbach B. und S. & Wyss B. und T., Arlesheim
Programm:Neubau Doppeleinfamilienhaus mit Garage
Lage:Suryhofweg/Wanngartenweg, 4144 Arlesheim
Realisation:1994 / 1995
Das Innere des Gebäudes wird vor allem durch zwei gestalterische Grundsätze geprägt: Strenge Geometrie des Grundrisses und Öffnung zum Garten. Im 1. Obergeschoss beispielsweise zieht sich die Erschliessung in der Mittelachse über die gesamte Länge des Gebäudes, und mündet stirnseitig je in einen kleinen Wintergarten. Die spiegelbildlich angelegten Fenster- und Wintergartenelemente strukturieren den Innenraum quer zu seiner Längsachse. Das Erdgeschoss nimmt die Küche und den Wohn-Essraum auf. Die Einfrontenküche erstreckt sich über die gesamte Breite des Hauses und öffnet sich beidseitig gegen den Essplatz und den Wohnraum hin. Der Essplatz ist über zwei Etagen offen und bildet dank der grosszügigen, wintergartenartigen Verglasung das lichte Zentrum des Hauses. Eine filigrane Metall / Holztreppe führt ins 1. Obergeschoss, wo entlang des zentralen Verbindungsganges mit zwei Zimmer, eine Ankleide sowie das Badezimmer angeordnet sind. Das Dachgeschoss mit seinem roh belassenen, vorfabrizierten Tonnendach aus Beton bietet Raum für ein Elternschlafzimmer mit offenem Bad und einer Ankleide.
Der schlichte und in seiner Materialisierung differenziert abgestimmte Innenausbau zeugt von viel Liebe zum Detail. Durch die Verwendung unterschiedlicher Materialien wirken die beiden Häuser trotz der nahezu identischen Grundrisse im Innern sehr verschieden. Sämtliche tragenden Innenwände wurden mittels Spezial-Schalungseinlagen in Sichtbeton ausgeführt. Die transparente, aus geraden Läufen bestehende Treppenanlage ist das zentrale, vertikale Erschliessungselement des Gebäudes. Die feine, fast unsichtbare Geländerkonstruktion unterstützt zudem die Leichtigkeit der Treppe. So wie die Architektur ist auch die Gartenanlage schlicht. Kleine Pergolen auf den begrünten Garagen markieren die Eckpunkte des in der Erde befindlichen Baukörpers. Zusammen mit der filigranen Geländeranlage bilden sie den Abschluss der horizontalen Gartenfläche. So entsteht der Eindruck einer einzigen grossen Terrasse oberhalb der Garagenzufahrten. Die übrige Gartenfläche gliedert sich in Gehwege mit schlichten Zementplatten, Mergel-Hartbelägen und kleineren Rasenflächen.
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